Germania Beck in Hülben

Germaniabeck Hülben

Köstliches liegt in der Luft – ein Duft, der sich einprägt

In aller Herrgottsfrühe krempelt Bäckermeister Bernd Reichert und das Team von Germania Beck die Ärmel hoch. Köstliche, ofenfrische Backwaren, Brezel und Brötchen bis Torte oder frischer Nudelteig, gehen dann in Hülben in Produktion.

Gegen fünf Uhr in der Früh brennt das Licht im Laden noch ganz schwach. Gearbeitet und vorbereitet wird dann hinter der Theke im Laden schon, während seit zwei Uhr am Morgen in der Backstube kreativ mit Teig gewerkelt wird. Manch´ vorbeikommender Frühaufsteher ergattert gegen halb sechs auch schon die ersten warmen Brezeln, wenn er möchte.

Schon immer den Wunsch einer eigenen Bäckerei gehegt

Feiner Duft nach Frischgebackenem liegt in der Luft. „Eine Kindheitserinnerung, die sich einprägt und die man nie vergisst“, lacht Birgit Reichert, die wie ihr Mann Bernd schon immer den Wunsch einer eigenen Bäckerei gehegt hat, wie sie sagt.

Noch in diesem Jahr feiern sie ihr kleines Jubiläum und 15 Jahre ihrer Selbstständigkeit als Bäcker und Bäckerin. Zehn davon sind es bereits in der Neuffener Straße im Hause Germania Beck. „Fünf Jahre haben wir in der Robert-Kempel-Straße in der ehemaligen Bäckerei Kraut im gemauerten Ofen gebacken“, sagt die Chefin des Hauses, die nunmehr schon mehr Jahre im Schwäbischen lebt, wie in Sachsen, wo sie aufgewachsen ist.

Die salzigen wie süßen Waren des Familienbetriebes werden täglich viermal backfrisch auf der Vorderen Alb in Landläden angeboten und ausgeliefert. In Grabenstetten, Hengen, Zainingen und freilich im Laden in Hülben selbst. Mehl bezieht die Bäckerei von regionalen Mühlen aus Buttenhausen im Lautertal und von der Böhringer Mühle.

Backwaren aus Dinkel sind gefragt

Gebacken wird mit zweierlei Weizen, Roggen und Dinkel, wie die Bäckerin aufzählt. Letzteres Korn sei immer mehr gefragt. Ob Allergien oder bewusste Ernährungsumstellung, das Dinkelschapfenbrot oder Vollkornbrot aus Dinkel ist in der Bäckerei hoch gefragt. Auf Kundenwünsche werde außerdem eingegangen, wie Birgit Reichert berichtet. Als „Renner“ bezeichnet sie das „Keltenbrot“, das aus Ur-Roggen gebacken werde. „Es wird ein super Brot: dunkel, saftig und mit eigenem Geschmack. Außerdem sieht´s auch ein bissle wild aus“, fügt Reichert schmunzelnd hinzu. Während schweres, dunkles Brot aus Roggen grundsätzlich wohl im Norden Deutschlands definitiv besser laufe, ergänzt sie noch.

Ein Krügle Most dazu

Täglich frisch können die Kunden des Hauses ab sofort auch Zwiebel- und Rahmkuchen genießen. „Ein Krügle Most dazu“, gibt´s während der Herbstzeit in der Bäckerei freilich auch dazu. Aus eigener Produktion versteht sich. Überhaupt gibt es saisonal immer wieder Feines. „Wenn das ganze Jahr alles angeboten wird, ist es nichts mehr besonderes“, lautet das Motto der beiden jungen Unternehmer und zweifachen Eltern. Beliebt ist auch der Nudelteig aus dem Hause Germania Beck, der jeden Donnerstag auf der historischen Walzmaschine von 1950 hergestellt wird. Ob später daraus Maultaschen werden oder feine Nudeln für die Suppeneinlage – auf Bestellung kann man rund um den Teig bei Germania Beck so ziemlich alles bekommen.

Informationen:
Germania Beck
Neuffener Str. 13 72584 Hülben
Telefon: 07125 / 6622

Text: Patricia Kozjek

 

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